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Abendvortrag: Bergbau unterm Hakenkreuz

20.11.2019 um 19:00 Uhr

Zur Geschichte des Oberbergamtes in der Zeit des Nationalsozialismus    

 

Der Wutausbruch vom 28. September 1944 ist bis heute dokumentiert: Über die „rückständigste und engstirnigsten Behörde in meinem ganzen Gau“, schimpfte da einer. „Aber damit werde ich auch noch aufräumen.“ Es war der oberste Nationalsozialist in der Provinz Hannover, Gauleiter Hartmann Lauterbacher, der diese Drohung ausstieß. Sie wahr zu machen, reichten die sieben Monate bis Kriegsende nicht. Das altehrwürdige Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld, diesem hatte der Zorn des Gauleiters gegolten, überlebte.

 

Thema des Vortrags ist das Gegeneinander wie auch das Miteinander dieser traditionsreichen Fachbehörde und nationalsozialistischen Dienststellen. Das Oberbergamt – vom Emsland bis nach Thüringen, von Schleswig-Holstein bis Hessen für den kriegswichtigen Bergbau zuständig – musste sich häufig der Angriffe von NSDAP-Vertretern erwehren. Andererseits unterstützte das Amt nach Kräften die Kriegswirtschaft des Regimes – unter Verantwortung des Berghauptmanns Albert Boehm. Dieser kam im September 1933 ins Amt, ohne der Partei anzugehören. Bis 1947 stand er an der Spitze der Bergbehörde.

 

Referent: Stefan Wittke

 

Veranstaltungsort

Deutsches Erdölmuseum Wietze

Schwarzer Weg 7 - 9
29323 Wietze

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