Deutsches Erdölmuseum Wietze

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Schwarzer Weg 7 - 9
29323 Wietze

Telefon (05146) 9 23 40
Telefax (05146) 92342

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.erdoelmuseum.de

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Am Südrand der Lüneburger Heide befindet sich eines der frühesten und bedeutendsten Erdölfelder in Deutschland. Wietzer Bauern schöpften nachweislich schon im 17. Jahrhundert Erdöl aus sogenannten Teerkuhlen und verkauften es als Schmier- und Heilmittel. 1858/59 brachte der Geologe Prof. Konrad Hunäus (1802-82) hier eine der weltweit ersten erdölfündigen Bohrungen nieder (vor der legendären Bohrung in Titusville/Pennsylvania). Doch erst drei Jahrzehnte später begann die industrielle Erdölförderung in Wietze. Bis Anfang der 1960er Jahre wurden über 2.000 Bohrungen abgeteuft. Zwischen 1900 und 1920 war Wietze das produktivste Erdölfeld in Deutschland mit einem Anteil von knapp 80 Prozent. Von 1918 bis 1963 bestand in Wietze zudem ein Erdölbergwerk. Das gesamte Dorf war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Erdölindustrie ausgerichtet: Es gab einen (Verlade-)Bahnhof, einen Hafen, eine Raffinerie, zahlreiche Betriebs- und Verwaltungsgebäude, Direktorenvillen, Arbeitersiedlungen, Öltanks etc.

 

1963 wurde die Erdölförderung in Wietze eingestellt, doch bis heute sind noch überall Spuren der Erdölindustrie zu entdecken. Erste Pläne zur Einrichtung eines Erdölmuseums gab es bei der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft (DEA, später Deutsche TEXACO AG). bereits im Juni 1961. 1970 öffnete dann das Erdölmuseum Wietze auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes seine Pforten. Eine Erweiterung des Museumsgeländes auf 1,8 ha und ein wesentlicher Ausbau des Sammlungsbestandes erfolgte ab 1982. Seit 1989 firmiert das Museum unter dem Namen "Deutsches Erdölmuseum Wietze".

Bohrturm auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums


Aktuelle Meldungen

Wissenschaftlicher Beirat konstituiert sich

(19.09.2019)

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze, das sich anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums 2020 in den kommendenen Jahren grundlegend neu aufstellen und präsentieren möchte, wird in Zukunft von einem hochkarätigen wissenschaftlichen Beirat beraten.

Auf der konstituierenden Sitzung am Mittwoch, den 18. September, fanden sich die ersten drei prominenten Mitglieder zu einem Kick-Off-Treffen in Wietze zusammen.

Dem Gremium gehören bislang an:

- Prof. Dr. Helmuth Albrecht, Lehrstuhlinhaber am Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Freiberg und u. a. Mitglied des Board of Directors of The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage (TICCIH)

- Prof. Dr.-Ing. Matthias Reich, Professor für Bohrtechnik und zugleich Dekan der Fakultät Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der TU Freiberg

sowie

- Gerhard Lenz M. A., Geschäftsführer des Erzbergwerks Rammelsberg und Stiftungsdirektor Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft in Goslar

Der Beirat soll zeitnah um weitere Mitglieder erweitert werden, u. a. aus den Bereichen
Museumspädagogik/Vermittlung und Kulturtourismus.

Mit der Berufung des Expertengremiums dokumentieren Museumsleitung und Vorstand,
dass sie ihre Professionalisierungsstrategie konsequent weiterverfolgen. Zugleich wird dadurch die historische Bedeutung des industriekulturellen Standortes unterstrichen.

Neben der wissenschaftlichen Beratung soll der Beirat auch daran mitwirken, das Museum besser in der nationalen wie auch internationalen industriegeschichtlichen Museums- und Forschungslandschaft zu verankern, Kooperationen, Forschungsprojekte und Ausstellungen sowie die fachliche Vernetzung mit anderen Institutionen und Initiativen anzuregen.

Foto zur Meldung: Wissenschaftlicher Beirat konstituiert sich
Foto: V. l. n. r.: Dr. Stephan Lütgert (Museumsleiter), Dieter Rudschinski (Vorsitzender), Prof. Helmuth Albrecht, Gerhard Lenz, Prof. Matthias Reich und Dr. Heiko Möller (Stellv. Vorsitzender)

"Rock am Turm" voller Erfolg

(02.09.2019)

Die Neuauflage des früheren Veranstaltungsformats "Musik unterm Turm"  am letzten August-Samstag hat alle Erwartungen übertroffen: Bei schönstem Spätsommerwetter zog es Jung und Alt nach Wietze auf das Gelände des Deutschen Erdölmuseums. Anstatt der erwarteten 200 Zuschauer waren es am Ende doppelt so viele, denen Einlass gewährt wurde. Einige Besucher mussten leider abgewiesen werden, weil das Getränkeangebot ansonsten nicht ausgereicht hätte. 

 

Die drei regionalen Bands Chaindogs, Elev8ion und Seducer heizten dann dem ohnehin schon bei einer Temperatur von gut 30° C. vorgewärmten Publikum noch einmal ordentlich ein. Inmitten der Kulisse des historischen Ölfelds stellte sich eine ähnlich tolle Atmosphäre und gute Stimmung wie beim Theater-Event "Ölfieber" im letzten Jahr ein. Die Letzten verließen das Gelände erst weit nach Mitternacht.

 

Nach diesem gelungenen Abend wird es ganz sicher schon im neuen Jahr eine Fortsetzung von "Rock am Turm" geben.

Foto zur Meldung: "Rock am Turm" voller Erfolg
Foto: Elev8ion bei "Rock am Turm"

Ölpost 14/2019 erschienen

(09.08.2019)

Die neue Ausgabe der Vereins- und Museumszeitschrift "Ölpost" ist ab sofort im Museumsshop für 3,00 € erhältlich.

 

Das Heft enthält neben dem obligatorischen Jahresbericht den zweiten Teil der Zeittafel zur Wietzer Erdöl- und Kaligeschichte (1900-1920) sowie einen historischen Beitrag über die Bedeutung des (Natur-)Asphalts zu Beginn der Industrialisierung in den 1830er-Jahren.

Foto zur Meldung: Ölpost 14/2019 erschienen
Foto: Ölpost Nr. 14, 2019

Gutachten über Wietzer Erdteer von 1838 publiziert

(16.07.2019)

Das im Auftrag der Königlich-Hannoverschen Regierung entstandene Gutachten des Bergrats Friedrich Ludwig Christian Jugler (1792-1871) stellt eine einzigartige Quelle zur frühen Erdölgeschichte in Niedersachsen dar. Seine Entstehung fällt in die Zeit der beginnenden industriellen Revolution in Deutschland, in welcher das an einigen Orten seit der Frühen Neuzeit aus primitiven "Teerkuhlen" gewonnene Schweröl verstärktes naturhistorisches und dann auch bald ökonomisches Interesse erregte.

 

Das im Landesarchiv Hannover aufbewahrte Schriftstück wurde bislang weder ediert noch von der Forschung rezipiert, weshalb der Leiter des Deutschen Erdölmuseums es nun in Form einer kommentierten Broschüre eine interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht.

 

Das 20 Seiten umfassende Heft im Format DIN A5 kann zum Preis von 3,00 € (Schutzgebühr) im Museumsshop erworben werden.

Foto zur Meldung: Gutachten über Wietzer Erdteer von 1838 publiziert
Foto: Titelbild der Broschüre

Ausschussvorsitzende aus Berlin besucht Erdölmuseum

(23.05.2019)

Am 20. Mai besuchte die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Katrin Budde (SPD), das Deutsche Erdölmuseum, um sich über die aktuellen Herausforderungen und Neugestaltungspläne aus erster Hand zu informieren. Budde kam in Begleitung der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und des Wietzer Bürgermeisterkandidaten Ingolf Klaassen (beide SPD).

 

Nach der Präsentation des neuen Museumskonzeptes und Erläuterung der bisherigen Etappenziele, führte der Museumsleiter zusammen mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, Dieter Rudschinski, die Delegation über das Freigelände mit seinen beeindruckenden technischen Exponaten. Auch die anspruchsvolle Sanierung von "Turm 70" kam dabei zur Sprache.

 

Budde zeigte sich beeindruckt von dem Potenzial des Museumsstandortes und äußerte sich anerkennend in Bezug auf das Vorhaben, in Zukunft stärker die Wirtschafts- und Sozialgeschichte zu dokumentieren und auch gegenwärtige gesellschaftliche Fragen rund um das Thema fossile Rohstoffe zu thematisieren. Auch die angestrebte stärkere Fokussierung auf die Vermittlung in Verbindung mit einer Erweiterung des kulturellen Angebots kam gut an.

 

Die Abgeordnete stellte in Aussicht, sich für die finanzielle Unterstützung des Museums seitens des Bundes einzusetzen.

 

Foto zur Meldung: Ausschussvorsitzende aus Berlin besucht Erdölmuseum
Foto: V. l. n. r.: D. Rudschinski, I. Klaassen, K. Budde, K. Lühmann, Dr. St. Lütgert

"Turm 70" im TV

(20.05.2019)

Der Bohrturm auf dem Gelände des Deutschen Erdölmuseums, Turm 70 genannt, ist mehr als ein Ausstellungsstück: Er ist Wahrzeichen der Gemeinde Wietze, aber letztlich auch Symbol für das einstige Erdgasland Niedersachsen insgesamt. Vor allem aber ist der Turm mit seinen 54 Metern eine eindrucksvolle Landmarke und ein "Highlight" der Freilichtausstellung. Darum sollte er eigentlich schon längst komplett saniert werden, damit Besucher ihn wieder im Rahmen von Führungen gefahrlos besteigen können.

 

Doch die gute Baukonjunktur hat vorerst einen Strich durch die Rechnung der Museumsbetreiber gemacht. Nun soll eine dritte Ausschreibung auf den Weg gebracht und weitere Gelder zur Deckung der Finanzierungslücke eingeworben werden.

 

Sowohl das Privatfernsehen als auch der Norddeutsche Rundfunk hat über die aktuelle Situation berichtet:

 

Beitrag "Hallo Niedersachsen" vom 19.05.2019

 

Beitrag SAT1 Regional vom 25.04.2019

Ministerpräsident Weil zu Gast im Erdölmuseum

(26.03.2019)

Zu einem Bürgerdialog unter dem Motto "Auf ein Wort mit Stephan Weil" hatte der SPD-Bürgermeisterkandidat Ingolf Klaassen am 25. März den niedersächsischen Ministerpräsidenten ins Erdölmuseum eingeladen. Dabei ging es auch um die angekündigte Schließung des traditionsreichen DEA-Standorts, dem das Museum seine Entstehung verdankt.

 

Weil, dessen Vater in der Erdölindustrie tätig gewesen ist, gab sich erfreut, das Museum endlich einmal persönlich - wenn auch nur flüchtig - kennenzulernen. Er trug sich in das Gästebuch ein und kündigte an, zur Feier des 50-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr (2020) gerne wiederkommen zu wollen.

Foto zur Meldung: Ministerpräsident Weil zu Gast im Erdölmuseum
Foto: MP Weil trägt sich in das Gästebuch ein

Erdölmuseum Teil der Doku "Unser Erdöl" auf N3

(26.11.2018)

Am 28. November wird in der Reihe "Wie geht das?" im Vorabendprogramm des Norddeutschen Rundfunks die Folge "Unser Erdöl" ausgestrahlt. Die kurzweilige Dokumentation über die Gewinnung, Verarbeitung und den Transport dieses wichtigen Rohstoffs in Niedersachsen gewährt interessante Einblicke in eine öffentlich kaum wahrgenommene Branche. Darüber hinaus wird auch die lange Geschichte der heimischen Erdölförderung beleuchtet, welche u. a. von Wietze ihren Ausgang nahm. Die Dreharbeiten dazu fanden im Juli 2018 im Erdölmuseum statt.

 

Der Beitrag steht in der ARD-Mediathek unter folgendem Link bis Ende November 2019 zum Abruf bereit:

 

Link zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Foto zur Meldung: Erdölmuseum Teil der Doku "Unser Erdöl" auf N3
Foto: Das Wietzer Ölfeld um 1917

"Der Ölschacht von Wietze" neu aufgelegt

(02.11.2018)

Vor 100 Jahren wurde in Wietze mit der Anlegung eines Erdölbergwerkes begonnen, das bei seiner Schließung im Jahre 1963 über eine unterirdische Streckenlänge von über 95 Kilometer verfügte. 2001 erschien eine 77 Seiten umfassende historische Darstellung mit vielen zeitgenössischen Fotos über den sogenannten „Ölschacht“ von Rolf Wolter, die aber inzwischen vergriffen ist.

 

Angesichts der einstigen Bedeutung des Bergwerks für die Entwicklung Wietzes und der Sonderstellung, welche die bergmännische Erdölgewinnung untertage bis heute besitzt, veröffentlicht das Deutsche Erdölmuseum Wietze eine Neuauflage des Heftes in zeitgemäßem Layout. Die Gestaltung und Drucklegung wurde finanziell ermöglicht durch die Deutsche Erdöl AG (DEA), die bis heute am Standort mit ihrem Bohrbetrieb und Labor ansässig ist.

 

Der Preis des Heftes, das im Museumsshop erhältlich ist, beträgt nach wie vor 10,50 €.

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Foto: Cover der Neuauflage

Ölpost Nr. 13 erschienen

(19.07.2018)

Ab sofort ist die neue Ausgabe der Mitglieder- und Museumszeitschrift "Ölpost" im Museumsshop erhältlich. Diese enthält u. a. einen bislang unbekannten und sehr informativen historischen Bericht über die Anfänge der Erdölförderung in Wietze. Dieser stammt aus der Feder des früheren Wietzer Bauern und Gemeindevorstehers Hermann Thies (1858-1937). Aufgrund der Schilderung zahlreicher, teils unbekannter historischer Details ist dieses zeitgenössische Dokument von großem wirtschafts- und sozialgeschichtlichem Wert.

Foto zur Meldung: Ölpost Nr. 13 erschienen
Foto: Ölpost Nr. 13 erschienen

Historische Aufzeichnungen führen zu Depotfund

(13.07.2018)

Die detaillierte Erforschung der Anfänge der Erdölförderung in Niedersachsen, speziell in Wietze, liegt dem Leiter des Deutschen Erdölmuseums sehr am Herzen. Bei seinen Recherchen im Ort stieß er vor einiger Zeit auf das „Erbhofbuch“ der Bauernfamilie Thies aus den 1930er-Jahren. Darin befindet sich auch ein handschriftlicher Bericht aus der Feder des früheren Hofbesitzers Hermann Thies (1858-1937), der einen größeren Abschnitt der Entwicklung der Erdölindustrie im Ort gewidmet hat. Dieser ist von besonderem Interesse, da Thies in der Pionierphase der Erdölwirtschaft Gemeindevorsteher gewesen ist und daher tiefere Einblicke in die Ausweitung des Ölbetriebes gewinnen konnte.


Besonders spannend ist darin u. a. der Hinweis auf ein vorindustrielles Bohrgerät. Thies schreibt dazu: „Zur Aufsuchung hatte man einen Hand-Löffelbohr, wovon wir auch bislang noch einen in Besitz hatten. Es war dieses Bohr 43 Zentimeter und hatte einen Durchmesser von 6 ½ Zentimeter. Innen war dann eine Klappe, welche sich beim Herausziehen schloß und der Inhalt dann beim Herausziehen besichtigt werden konnte. In der Tülle dieses Bohrers wurde dann eine fast drei Meter lange Stange befestigt, welche dann als Bohrgestänge diente. Durch diese Stange waren dann etwa drei Löcher in verschiedenen Höhen gebohrt, zum Durchstecken eines Stockes zum Drehen des Bohrers. Dies‘ genannte Bohr habe ich dann im Jahre 1932 durch den Herrn Schulrektor Walsemann dem Museum in Celle zur Aufbewahrung übergeben.“


Die Nachfrage und anschließende Suche im Bomann-Museum Celle ergab, dass sich dieses Werkzeug immer noch im Depot befindet und dessen Herkunft durch ein handschriftliches
Etikett zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Der kurze Text klärt zudem darüber auf, dass solche einfachen Bohrgeräte „seit Ende des 17. Jh. in Gebrauch waren“. Da das Erdölmuseum bislang aus dieser Zeit keine Ausstellungsstücke besitzt, hat sich das Bomann-Museum spontan dazu bereit erklärt, diesem das Exponat als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen und es damit an seinen Ursprungsort zurückzuführen. Die Übergabe
erfolgt am Dienstag, den 10. Juli um 16.00 Uhr im Bomann-Museum Celle.


Der vollständige, in mancherlei Hinsicht aufschlussreiche historische Text ist in der neuesten Ausgabe der Museumszeitschrift „Ölpost“ abgedruckt.

 

Foto zur Meldung: Historische Aufzeichnungen führen zu Depotfund
Foto: Historischer Löffelbohrer aus Wietze

Theaterevent "Ölfieber" voller Erfolg

(25.06.2018)

Die in diesem Sommer realisierte Kooperation mit dem Schlosstheater Celle hat sich durchweg als ein Erfolgsprojekt erwiesen. Alle neun Abendvorstellungen auf dem Freigelände des Museums waren nicht nur von guter Stimmung und schönem Wetter begleitet, sondern auch sämtlich ausverkauft.

 

Das eigens von Intendant Andreas Döring unter fachlicher Beratung von Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert für den Standort entwickelte und von Gerhard Weber inszenierte Theaterstück zur frühen Wietzer Erdölgeschichte hat sowohl Mitwirkende wie Gäste begeistert. Dazu trug neben der überzeugenden Regie- und schauspielerischen Leistung maßgeblich die historische Kulisse des früheren Ölfelds bei, die ins Abendrot bzw. farbige Scheinwerferlicht getaucht eine durchaus romantische Atmosphäre zu erzeugen vermochte. Besonders gut kam auch der mehrfache Ortswechsel der Spielszenen an, der den Besuchern den Eindruck vermittelte, selber Teil des Geschehens zu sein.

 

Besonders erwähnenswert ist auch die Beteiligung zahlreicher Laiendarsteller aus der Gemeinde, darunter der Wietzer Männer- und Frauenchor unter der professionellen Leitung von Axel LaDeur. Schließlich muss auch die reibungslose und perfekte Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bürgerbus erwähnt werden. Schließlich haben zahlreiche Ehrenamtliche dafür gesorgt, dass die Zuschauer an allen Abenden mit kühlen Getränken gut versorgt waren.

 

Das Deutsche Erdölmuseum und das Schlosstheater Celle sind dem Lüneburgischen Landschaftsverband sowie der Gemeinde Wietze als finanzielle Förderer sehr dankbar für die Ermöglichung dieses kulturellen Experiments.

 

Es ist geplant, die Zusammenarbeit mit dem Schlosstheater vielleicht schon im kommenden Jahr fortzuschreiben.

 

Nachfolgende Fotos: © Uta und Peter Höhne, R. Hoffmann (1x)

Foto zur Meldung: Theaterevent "Ölfieber" voller Erfolg
Foto: Theaterevent "Ölfieber" voller Erfolg

Minister Thümler zu Besuch

(15.05.2018)

Der neue niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU), war am 14. Mai auf Einladung der Museumsleitung zu Gast im Deutschen Erdölmuseum, um sich über den aktuellen Stand und die Zukunftspläne zu informieren. An dem Besuch nahmen auch der Landtagsabgeordnete Thomas Adasch (CDU), Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann sowie die Vereinsvorsitzenden Dieter Rudschinski und Dr. Heiko Möller teil.

 

Der Minister nahm die Ausführungen der Museumsleitung bei einem Rundgang über das Freigelände mit sichtlichem Interesse und Sympathie zur Kenntnis. Zudem äußerte er sich anerkennend in Bezug auf die historische Bedeutung des Standorts und den Wert der Museumseinrichtung, die er als kulturellen Leuchtturm bezeichnete. Finanzielle Zusagen wurden zwar nicht getroffen, aber dennoch Unterstützung bei der Neuaufstellung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums 2020 in Aussicht gestellt.

Foto zur Meldung: Minister Thümler zu Besuch
Foto: v. l. n. r.: Vereinsvorsitzender D. Rudschinski, Th. Adasch MdL, Museumsleiter Dr. St. Lütgert, Bürgermeister W. Klußmann und Minister B. Thümler

Mast an historischem Förderturm erneuert

(11.04.2018)

Auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums Wietze befinden sich noch vier historische Fördersonden samt der zugehörigen hölzernen Fördergerüste aus den Jahren 1909 und 1930. Bei einem dieser pyramidenförmigen sog. Vierböcke (Bohrung M 398) war einer der vier Rüstbäume u. a. durch Insektenbefall soweit geschädigt, dass er aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden musste.

 

Dank der unkomplizierten Unterstützung der SVO Holding GmbH in Celle konnte der abgängige Holzmast nun erneuert werden. Die SVO stellte dem Museum nicht nur den 13 m langen Holzmast kostenlos zur Verfügung, sondern auch das zur De-/Montage erforderliche technische Gerät, einen LKW-Ladekran und einen Hubsteiger. Die Montagearbeiten wurden von dem örtlichen Dachdeckermeister Walter Hesse besorgt, der seine eigene Arbeitsleistung dem Museum nicht in Rechnung stellt.

 

Das Erdölmuseum ist für für diese großzügige Unterstützung sehr dankbar.

Foto zur Meldung: Mast an historischem Förderturm erneuert
Foto: Dachdecker Walter Hesse beim Einbau des neuen Mastes

Pressekonferenz zum Theater-Projekt "Öl-Fieber"

(12.03.2018)

Das Schlosstheater Celle produziert in Kooperation mit dem Deutschen Erdölmuseum und der Gemeinde Wietze unter dem Titel ÖL-FIEBER ein Theaterstück über die Anfänge der deutschen Erdölindustrie, deren Schauplätze in der Südheide und vor allem in Wietze lokalisiert sind.

 

Aus diesem Anlass fand am Donnerstag, den 8. März im Deutschen Erdölmuseum Wietze eine Auftakt-Pressekonferenz statt, an der Intendant Andreas Döring, Regisseur Gerhard Weber, Bürgermeister Wolfgang Klußmann, der Stellv. Vereinsvorsitzende Dr. Heiko Möller und Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert Rede und Antwort standen.

 

Die Handlung von ÖL-FIEBER spielt zwischen 1899 und 1918 in der entscheidenden Phase der Ölförderung in Wietze. Sie greift damalige ökonomische und technische Entwicklungen auf und befragt diese im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen und möglichen individuellen Auswirkungen.

 

Zum ersten Mal wird dieser bedeutende Teil der regionalen Wirtschafts- und Sozialgeschichte in einem Theaterstück behandelt. Das Besondere daran: Es ist interdisziplinär entstanden und soll unter aktiver Beteiligung der Ortsbevölkerung aufgeführt werden.

 

Die Premiere findet statt am 19. Mai. Das Projekt wird gefördert durch den Lüneburgischen Landschaftsverband aus Mittel zur regionalen Kulturförderung.

 

 

Foto zur Meldung: Pressekonferenz zum Theater-Projekt "Öl-Fieber"
Foto: V. l. n. r.: W. Klußmann, St. Lütgert, A. Döring, G. Weber und H. Möller

Erdölmuseum in der NDR Quizshow

(05.02.2018)

"Warum wird Wietze auch 'Klein-Texas der Heide' genannt...?" Mit dieser kniffligen Frage wurden die Kandidaten in der jüngsten Ausgabe der NDR Quizshow mit Jörg Pilawa konfrontiert.

 

In einem kurzen Einspieler wurden zunächst einige Impressionen des Ortes gezeigt. Anschließend wandte sich Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert mit der Frage persönlich an die Kandidaten im Studio und stellte drei mögliche Antworten zur Auswahl. Immerhin drei Kandidaten lagen mit ihrer Antwort ("Weil hier das älteste Erdölfeld Deutschlands liegt.") richtig.

 

Die anschließende Auflösung des Rätsels lieferte ein schönes Kurzporträt der Museumseinrichtung.

Foto zur Meldung: Erdölmuseum in der NDR Quizshow
Foto: © Norddeutscher Rundfunk 2018

Wietzer Erdölgeschichte im Magazin "Wissen & Staunen"

(26.01.2018)

Das in Hamburg erscheinende Wissensmagazin "WISSEN & Staunen" (Aufl. 80.000 Exemplare) berichtet unter der Überschrift "Wo das Erdöl-Zeitalter wirklich begonnen hat" auf vier Seiten ausführlich über die Anfänge der Erdölförderung in Wietze. Zahlreiche historische Fotos aus dem Museumsarchiv runden den anschaulichen Beitrag ab.

Foto zur Meldung: Wietzer Erdölgeschichte im Magazin "Wissen & Staunen"
Foto: Heft 1/2018 der "WISSEN & Staunen"

TOTAL-Magazin stellt Erdölmuseum vor

(24.10.2017)

Im aktuellen Heft des TOTAL-Partnermagazins "bonjour", das sich vor allem an die Tankstellenbetreiber des Konzerns richtet, wird das Deutsche Erdölmuseum auf zwei Seiten vorgestellt. Den Artikel "Schwarzes Gold aus der Heide" von Jörn Hetebrügge können Sie hier downloaden:

 

[Artikel in bonjour Nr. 85]

Foto zur Meldung: TOTAL-Magazin stellt Erdölmuseum vor
Foto: Titelseite Magazin "bonjour" Nr. 85 vom Oktober 2017

Neue Ölpost 2017 erschienen

(20.06.2017)

Die neue Ausgabe der Mitgliederzeitschrift enthält neben dem Jahresbericht 2016 auch eine Zeittafel zur Wietzer Erdöl- und Kaligeschichte (Teil 1) sowie einen Beitrag über die Hintergründe der Eröffnung der Feldbahnstrecke im Jahr 2004. Das farbige Heft im Format DIN A5 im Umfang von 38 Seiten ist im Museumsshop für 3,00 Euro erhältlich und kann gegen Erstattung der Portokosten auch per Post bestellt werden.

Foto zur Meldung: Neue Ölpost 2017 erschienen
Foto: Cover der Ölpost

Kooperation mit Böhmetalbahn

(14.06.2017)

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze und die Böhmetalbahn gUG aus dem Heidekreis wollen zukünftig über die Kreisgrenze hinweg zusammenarbeiten. Am Dienstag, den 13. Juni, wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag im Erdölmuseum vom Vereinsvorsitzenden Dieter Rudschinski und Geschäftsführer Carsten Recht unterzeichnet.

Bereits seit 2004 gibt es im Deutschen Erdölmuseum eine kurze, aber technisch durchaus anspruchsvolle Feldbahnstrecke. Bis vor einigen Jahren wurden damit auf Anfrage auch Besucher über das Freigelände befördert. Zuletzt gab es aber Bedenken hinsichtlich der Gewährleistung und Finanzierung eines sicheren Fahrbetriebs.

Dieser soll in Zukunft durch die erfahrenen Kleinbahner aus Walsrode gewährleistet werden, welche das Erdölmuseum eisenbahntechnisch beraten, die Lokführer ausbilden und prüfen und zudem die Betriebsaufsicht übernehmen werden. Ein wesentlicher Aspekt ist darüber
hinaus die Durchführung von gemeinsamen Aktivitäten und Veranstaltungen rund um das Thema Feld- und Kleinbahn sowie ein koordiniertes Marketing.

Über die näheren Hintergründe der Entstehung der Wietzer Feldbahnstrecke informiert ein Beitrag in der neuen Ausgabe der Museumszeitschrift „Ölpost“, die in Kürze erscheint.

Foto zur Meldung: Kooperation mit Böhmetalbahn
Foto: In Zukunft Partner

Modell der "Esso Bayern" landet in Wietze an

(12.06.2017)

Zu den größten Schiffen, die weltweit bislang gebaut wurden, gehören die Tankschiffe. So galt auch die 1964 als Schwesterschiff der „Esso Deutschland“ bei den Howaldtswerken in Hamburg im Auftrag der Esso Tankschiff Reederei GmbH gebaute, 262,6 m lange „Esso Bayern“ seinerzeit als größter Nachkriegsneubau der deutschen Werften und Flaggschiff der deutschen Handelsflotte. Ihre Tragfähigkeit betrug etwa 92.050 tdw (53.608 BRT), die Tanks hatten ein Volumen von 110.000 cbm.

Das Deutsche Erdölmuseum bekam nun ein detailgetreues Modell von fast drei Meter Länge als Dauerleihgabe von der Marinekameradschaft von 1894 Ingolstadt e. V. zur Verfügung gestellt. Damit kann das Erdölmuseum nun endlich auch den wichtigen Aspekt des Rohöltransports auf See dokumentieren. Für die Dauerausstellung bedeutet die Übernahme somit eine große Bereicherung.

Den Transport mit der Kunstspedition von Ingolstadt nach Wietze finanzierte dankenswerterweise die ExxonMobil, welche bis 2007 Eigentümer der Raffinerie Ingolstadt war und das Modell der Marinekameradschaft seinerzeit überlassen hatte.

Foto zur Meldung: Modell der "Esso Bayern" landet in Wietze an
Foto: Die "Esso Bayern" in der ihrer Original-Vitrine

Schüler drehen im Erdölmuseum

(02.05.2017)

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze ist einer von sechs Drehorten des Schüler-Kurzfilm-Projektes MUSEUMmov(i)es der Museen im Landkreis Celle e. V.  Der Verbund möchte mit der Aktion Schüler/-innen motivieren, die Museen im Kreisgebiet als Erlebnisorte mit spannenden Geschichten zu entdecken und damit zugleich für eine stärkere Zusammenarbeit der Bildungsträger werben.

 

Im Rahmen des Pilotprojektes haben 15 Schüler/innen der Klassen 3b, 4b und 4c der Grundschule Wietze am 27. April in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers, Regisseurs und Filmemachers Thomas J. Hauck einen Tag lang das Erdölmuseum erkundet und sich drei Geschichten ausgedacht. Die einzelnen Filmszenen werden am 3. Mai mit Unterstützung des Kreismedienzentrums vor Ort abgedreht und anschließend geschnitten.

 

Die fertigen Kurzfilme sollen auf fantasievolle, durchaus schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsexponate ins bewegte Bild setzen. Sie werden am 20. Mai im Kino uraufgeführt.

 

Alle Informationen zum Projekt findet man auf der Website www.museummovies.de.

Foto zur Meldung: Schüler drehen im Erdölmuseum
Foto: Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert erklärt den Kehrradantrieb

Wellblechhütte der ehemaligen Karpathen Öl AG gesichert

(12.04.2017)

Eine  Wellblechhütte der ehemaligen Karpathen Öl AG (gegr. 1942) konnte Anfang April in Celle-Garßen vor der Verschrottung bewahrt werden. Das aus mit Wellblech beplankten Winkelstahlrahmen bestehende und mit Doppelflügelfenstern ausgestattete, zirka 7 x 2,6 m große Gebäude stand dem Neubau eines Einfamilienhauses im Wege. Mit tatkräftiger Unterstützung von Mitarbeitern der Böhmetalbahn gUG konnte das vermutlich letzte materielle Relikt des heutzutage fast vergessenen Erdölunternehmens kurzfristig demontiert werden. Am Dienstag, den 11. April fand nun der Transport der Bauteile zum Deutschen Erdölmuseum Wietze statt, den die DEA dankenswerterweise ermöglichte. Es ist geplant, die Wellblechhütte möglichst noch in diesem Jahr auf dem Freigelände wiederaufzubauen und darin eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Karpathen Öl AG  zu präsentieren.

 

Die Karpathen Öl AG war ein deutsches Erdölunternehmen in der Zeit des Nationalsozialismus, das die Erdölförderung im Generalgouvernement (Galizien) während der deutschen Besatzung dirigierte. Ab August 1944 vollzog das Unternehmen im Zuge des Vormarsches der sowjetischen Armee den Rückzug gen Westen und errichtete eine Niederlassung in Garßen. Die ursprünglich in Lemberg (Lwiw in der heutigen Ukraine) eingerichtete Hauptverwaltung wurde nach Celle verlagert.

 

Die näheren Einzelheiten der damaligen Ereignisse liegen  noch weitgehend im Dunkeln. Das Deutsche Erdölmuseum möchte daher die Erforschung insbesondere der lokalhistorischen Bezüge gerne vorantreiben.

 

Foto zur Meldung: Wellblechhütte der ehemaligen Karpathen Öl AG gesichert
Foto: Abbau der Wellblechhütte in einem Garten in Garßen

Erdölmuseum Mitglied der European Route of Industrial Heritage

(29.03.2017)

Seit Mitte März ist das Deutsche Erdölmuseum Wietze Mitglied der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH), die von 2003 bis 2008 im Rahmen eines INTERREG III B-Projektes aufgebaut wurde und inzwischen als Verein organisiert ist. Dem touristischen Netzwerk gehören aktuell etwa 1400 Standorte des industriellen Erbes in 45 Ländern Europas an. Das Erdölmuseum ist innerhalb des Verbunds Teil der Themenroute "Energie".

 

www.erih.de

Foto zur Meldung: Erdölmuseum Mitglied der European Route of Industrial Heritage
Foto: Erdölmuseum Mitglied der European Route of Industrial Heritage

Neue Erkenntnisse zum Ursprung der Erdölindustrie

(02.03.2017)

Ein systematische Neuauswertung der im Landesarchiv Hannover aufbewahrten Akten der Königlich-Hannoverschen Regierung hat jüngst zahlreiche neue Details zur Frühzeit der Erdölförderung in Wietze erbracht. Weitere ergänzende Daten und Einzelheiten von herausragender historischer Bedeutung konnten durch die Sichtung bislang völlig unbekannter Dokumente erschlossen werden, die erst vor wenigen Jahren aus Privatbesitz aufgetaucht sind.

 

Wie die aktuellen Forschungen von Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert zeigen,  zog das Wietzer Schwerölvorkommen bereits zwei Jahrzehnte vor der legendären Hunäus-Bohrung unternehmerische Aufmerksamkeit auf sich. 1841 trat ein auswärtiger Speculant auf den Plan, der an einem "Erwerb des Theers ins Große" interessiert war und eine Ausweitung des obertägigen Förderbetriebes plante, um aus dem Schweröl Asphalt zu gewinnen. Ein Jahr darauf setzte sich die um die wirtschaftliche Prosperität des Landes besorgte Direktion des Gewerbevereins Hannover dann bei der Regierung dafür ein, gezielt Erdölbohrungen u. a. in Wietze abzuteufen.

 

Aber schon Ende der 1830er-Jahre hatten die Eigentümer der seit 1652 urkundlich bezeugten ergiebigsten "Teerkuhle", die Wallmanns, den Handel mit dem in dieser Zeit vor allem als Wagenschmiere begehrten Rohstoff über das nähere Umland des Heidedorfes hinaus ausgedehnt. 1847 wurde der "Teer" bis nach Langwedel an der Weser verfrachtet. Der Umsatz betrug in dieser Zeit weit über 3000 Reichstaler.

 

Eine Zusammenfassung der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse bieten zwei Artikel, die in der Januarausgabe des Fachmagazins "Erdöl, Erdgas, Kohle" bzw. im Heft 1/2017 der Zeitschrift "Der Anschnitt" des Deutschen Bergbaumuseums abgedruckt sind.

Foto zur Meldung: Neue Erkenntnisse zum Ursprung der Erdölindustrie
Foto: Älteste Fotografie der Wallmannschen Teerkuhle von 1903

Historischer Tiefpumpenantrieb restauriert

(16.02.2017)

Auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums, Teilstück des alten Ölfelds, haben sich vier historische Förderbohrungen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit ihrer gesamten technischen Ausrüstung (Tiefpumpenantrieb, Fördergerüst/Vierbock, Steigrohr und Bohrlochverflanschung) erhalten. Eine dieser Bohrungen trägt die Bezeichnung "HW 282". Sie war 1930 von der DEA auf dem Terrain der früheren Hannoversch-Westfälischen Erdölwerke abgeteuft und 1961 verfüllt worden.

 

Über die vielen Jahrzehnte hat der originale hölzerne Tiefpumpenbock durch Witterungseinflüsse partiellen Schaden genommen. Daher mussten nun einzelne Konstruktionshölzer erneuert werden. Um eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten, wurden die abgängigen Holzteile in Eiche ausgeführt. Sobald es die Witterungslage zulässt, wird auch der notwendige Holzschutz durch die Museumsmitarbeiter aufgebracht. Damit ist der nach über 85 Jahren noch voll funktionsfähige, über ein Feldgestänge in Bewegung versetzte Tiefpumpenantrieb wieder einsatzfähig und betriebssicher.

Foto zur Meldung: Historischer Tiefpumpenantrieb restauriert
Foto: Der historische Tiefpumpenbock wird durch eine Fachfirma partiell erneuert

Neuer Zeitschriftenbeitrag über das Deutsche Erdölmuseum

(23.12.2016)

In Heft 12/2016 der Zeitschrift "bergbau" des Rings Deutscher Bergingenieure berichtet Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert über die Zukunftspläne des Museums.

 

 

[Zielmarke 2020: Das Deutsche Erdölmuseum Wietze möchte sich neu aufstellen]

Foto zur Meldung: Neuer Zeitschriftenbeitrag über das Deutsche Erdölmuseum
Foto: Heft 12/2016 der Zeitschrift bergbau

LEADER-Förderung für Bohrturm-Sanierung in Aussicht

(04.11.2016)

Die Komplettsanierung des 1988 auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums Wietze errichteten großen Wintershall-Bohrturms (“Turm 70”) rückt in greifbare Nähe: Die LEADER-Aktionsgruppe “Aller-Leine-Tal” hat auf ihrer jüngsten Sitzung am 31. Oktober in Dörverden den einstimmigen Beschluss zur Förderung des Vorhabens gefasst. Nachdem die Gemeinde Wietze bereits Mittel in Höhe von 100.000 Euro für das Großprojekt in Aussicht gestellt hatte, steigen nun die Chancen, dass das Projekt im kommenden Jahr realisiert werden kann. Der Trägerverein des Museums selbst wird die verbleibenden Kosten in ebenfalls noch einmal
sechsstelliger Höhe übernehmen. Möglich ist dies nur durch das Vermächtnis des verstorbenen Wietzers Gerhard Deiders.

 

Der 1961 gebaute große Bohrturm ist das mit Abstand größte Exponat des Museums und nicht nur weithin sichtbare Landmarke, sondern inzwischen das Wahrzeichen des einstigen Erdöldorfes. Er ist für große Teufen über 7000 Meter ausgelegt und hierzulande das einzige erhalten gebliebene Bohrgerüst seiner Art. Der Bohrturm war von 1962 bis 1986 an 32 Bohrplätzen in Niedersachsen, sogar im Wattenmeer, im Einsatz und hat gut 140 km abgebohrt.

Foto zur Meldung: LEADER-Förderung für Bohrturm-Sanierung in Aussicht
Foto: Es geht aufwärts mit Turm 70

Aktion Mensch fördert Treppenlift

(12.09.2016)

Im Deutschen Erdölmuseum Wietze werden seit letztem Jahr zahlreiche Anstrengungen unternommen, die Besucherattraktivität und -freundlichkeit zu erhöhen. Dies beinhaltet auch die Gewährleistung der Zugänglichkeit möglichst aller Ausstellungsbereiche für bewegungs­eingeschränkte Personen. Bislang war die erhöhte Sonder-ausstellungsfläche in der Eingangs­halle des Museums davon ausgenommen.

 

Durch die finanzielle Unterstützung der Aktion Mensch ist es nun möglich, dieses bauliche “Handicap” zu beheben. Im Rahmen der Förderaktion “Barriere-freiheit” übernimmt diese sämtliche Kosten für den Einbau eines Treppenlifts.

 

Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert ist für diese Hilfe sehr dankbar: “Für uns wird dadurch die volle Nutzbarkeit und eigentliche Zweck-bestimmung der Fläche wieder hergestellt. In der heutigen Zeit kann man keine öffentlichen Ausstellungen und Events mehr veranstalten, die nicht allen Interessierten offen stehen. Ohne die Fördermittel der Aktion Mensch wäre dies zeitnah nicht realisierbar gewesen.”

 

Der Treppenlift wurde am 6. September eingebaut. Damit können in Zukunft wieder Ausstellungen auf der Empore gezeigt werden, die weitaus bessere Möglichkeiten für die Hängung von Bildern und Tafeln sowie hinsichtlich deren Beleuchtung bietet und die Verkehrsflächen in der Einganshalle entlastet.

Foto zur Meldung: Aktion Mensch fördert Treppenlift
Foto: Aktion Mensch fördert Treppenlift

EMPG spendet dem Museum VW-Transporter

(27.07.2016)

Von der ExxonMobil Production GmbH Hannover wurde dem Deutschen Erdölmuseum Wietze ein VW-Transporter aus dem Fuhrpark des Unternehmens gespendet. Das fünf Jahre alte Fahrzeug wurde am 27. Juli mit erneuerter Haupt- und Abgasuntersuchung dem Museum offiziell übergeben. Der Transporter wurde zuvor für Fahrten zwischen der ExxonMobil-Betriebsstätte in Söhlingen und einzelnen Erdgasbohrungen im Raum Rotenburg (Wümme) genutzt.


Die Klebefolien mit dem Logo des Erdölmuseums wurden von der Fa. FolienSystemTechnik Celle kostenlos produziert und auf allen vier Seiten des Fahrzeugs angebracht.


Bei der offiziellen Schlüsselübergabe freute sich Museumsleiter Dr. Stephan A. Lütgert über das Engagement des Energieunternehmens und die tolle Unterstützung aus der lokalen Wirtschaft.

 

Die Spende ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Ausstattung des Hauses. Insbesondere für Sonderausstellungen wird ein geeignetes Fahrzeug für den Transport größerer Exponate benötigt.

Foto zur Meldung: EMPG spendet dem Museum VW-Transporter
Foto: V. l. n. r.: Birgit Schilling (ExxonMobil), Dr. Stephan A. Lütgert und Martin Thölke (FolienSystemTechnik, Celle).

Internationale Studentenkonferenz in Wietze

(09.11.2015)

Am 5. und 6. November trafen sich in Wietze Studenten, Professoren und Experten aus der Öl- und Gasindustrie zu einer technischen Konferenz.

Die Studenten aus 8 Nationen hatten hier eine Gelegenheit ihre Arbeiten zum Thema Tiefbohrtechnik, Lagerstättentechnik, Geothermie und Geowissenschaften einem Fachpublikum zu präsentieren.

Das Erdölmuseum in Wietze gab dieser Veranstaltung einen besonderen Rahmen. Nur wenige der Teilnehmer wussten, dass in Wietze die Wiege der internationalen Ölförderung ist, mit der ersten fündigen Ölbohrung noch vor dem Ölboom in den USA. Außerdem wurde hier in Wietze das Rotary-Drilling erfunden und entwickelt, welches heute noch weltweit im Einsatz ist.

Ausgerichtet wird diese einmal pro Jahr stattfindende Veranstaltung von der Deutschen Sektion der Society of Petrolem Engineers (SPE) einer Vereinigung ähnlich dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit Sitz in Celle.

Trotz des geringen Ölpreises und der damit wirtschaftlich schwierigen Situation in diesem Geschäft fanden sich genügend Sponsoren um die Veranstaltung zu fördern. Hierzu gehören die Wintershall aus Kassel sowie die DEA Deutsche Erdöl AG aus Hamburg um nur einige zu nennen.

 

Foto zur Meldung: Internationale Studentenkonferenz in Wietze
Foto: Internationale Studentenkonferenz in Wietze

Sonderausstellung über den Bohrpionier Anton Raky

(14.09.2015)

Vom 15. September bis 1. November 2015 zeigt das Deutsche Erdölmuseum aus aktuellem Anlass noch einmal die 2012 vom Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. realisierte und dort seinerzeit mit großem Erfolg präsentierte Ausstellung “Mythos Raky” über den großen deutschen Bohrpionier Anton Raky (1868-1943).

 

Bereits seit Juni erinnert in Wietze ein fünf Meter hoher stilisierter Raky-Bohrturm aus Stahl als Mittelpunkt eines neuen Kreisverkehrs an den umtriebigen Bohrunternehmer, der für die Geschichte des Ortes eine wichtige Rolle gespielt hat.

Raky tätigte viele Innovationen, wie den im Jahre 1894 patentierten Schnellschlag-Bohrkran Nr. 7, die wegweisend für die Entwicklung der Bohrtechnik waren und diese lange prägten. Darüber hinaus betätigte er sich als Firmengründer im In- und Ausland, so bereits 1895 bei der Internationalen Bohrgesellschaft, welche innerhalb der Branche schon bald eine führende Position einnahm. Auch der Zusammenschluss mehrerer Bohrfirmen in Wietze zur Deutschen Mineralöl-Industrie AG (DMI) 1906 geht maßgeblich auf seine Initiative zurück.

 

Ungeachtet seiner vielfältigen Erfolge und seines unermüdlichen Schaffens, war Raky das Schicksal letztlich nicht wohlgesonnen. Er starb krank und verarmt 1943 in Berlin. Von seinem umfangreichen Tun und seinem persönlichen Besitz hat sich erstaunlicherweise kaum etwas erhalten, sodass eine Biographie lange Zeit nicht zustande kam.

 

Die Ausstellung, die in etwas kleinerem Umfang und mit anderen Exponaten als in Erkelenz gezeigt wird, vermittelt dem Besucher einen vielfältigen Einblick in das facettenreiche Leben dieses nicht unumstrittenen einflussreichen und eigenwilligen Mannes, um dessen Person sich zahlreiche Anekdoten ranken.

Foto zur Meldung: Sonderausstellung über den Bohrpionier Anton Raky
Foto: Logo der Ausstellung (Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V.)

Technische Revision des großen Bohrturms

(10.09.2015)

Am 8. und 9. September wurde der 54 Meter hohe Wintershall-Bohrturm auf dem Museumsgelände durch Architekt Jens Daube und Industriemeister Heinz Pietrucha von dem in Industriekultur-Kreisen anerkannten Architekturbüro planinghaus in Darmstadt einer technischen Revision unterzogen. Während der Arbeiten stand den Fachleuten der ehemalige Oberbohrmeister Karl Dittmann, dem die Anlage in ihrer aktiven Zeit unterstand, als sachkundiger Auskunftgeber zur Verfügung.

 

Ziel der Aktion war eine genaue Schadenskartierung bzw. Dokumentation des baulichen Erhaltungszustandes des 1961 gebauten und 1988 ins Museum translozierten Objektes, das als Wahrzeichen Wietzes gilt. Auf Grundlage der vorgefundenen Schadensbilder werden nun die für die nachhaltige Gewährleistung der Stand- und Verkehrssicherheit erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen festgelegt und die Kosten nach Bauteilen und Massenansätzen ermittelt.

 

Im kommenden Jahr könnten dann die notwendigen Arbeiten nach einzelnen Gewerken ausgeschrieben werden.

 

 

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Foto: Befahrung des Bohrturms mittels Hubsteiger (Foto: St. Lütgert)

Zweite Konservierungskampagne an Außenexponaten

(31.08.2015)

Bereits im Juni konnten dringend notwendige Reinigungs- und Konservierungsmaßnahmen an fünf technischen Großexponaten, darunter ein markanter 24 Meter hoher Förderturm der ITAG von 1942, auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums, erfolg­reich umgesetzt werden.

 

In der letzten Augustwoche waren erneut die Metallrestauratoren der Fachfirma TriKonBerlin vor Ort. Im Rahmen der zweiten Aktion wurden eine auf einem russischen Raupenschlepper montierte “Sondenbehandlungsanlage” mit einem 17, 5 Meter hohen klappbaren Gittermast, die dem Ein- und Ausbau von Steigrohren und Pumpgestänge diente, gemeinsam mit einem Tiefpumpenantrieb russischer Provenienz gereinigt und mit einem Korrosionsschutzwachs konserviert. Das Gerät war viele Jahre bei der Erdöl-Erdgas Gommern in Sachsen-Anhalt im Einsatz und wurde im Zuge des Verkaufs an die Gaz de France 1994 dem Museum als Schenkung übergeben. Darüber hinaus wurde ein größerer Tiefpumpenantrieb der Fa. Wirth aus den 1920er-Jahren zusammen mit einem Gasmotor amerikanischen Typs von 1970 in gleicher Weise behandelt.

 

Weitere Objekte sollen angesichts des erheblichen Pflegerückstaus auf dem Museums­gelände bald folgen. Da die Arbeiten jedoch eine trockene Witterung erfordern, werden sie
voraussichtlich erst im kommenden Jahr fortgesetzt.

Foto zur Meldung: Zweite Konservierungskampagne an Außenexponaten
Foto: Mitarbeiter der Restauratorenfirma bei der Begutachtung (Foto: St. Lütgert)

Großer Bohrturm dreidimensional gescant

(23.07.2015)

Im Zuge der Vorbereitungen für die technische Revision wurde von der Firma Z&M 3D Welt aus Ravensburg am 22. Juli der große Wintershall-Bohrturm mittels eines Laserscans dreidimensional vermessen. Zudem wurden im Zuge einer UAV-Befliegung mittels Oktokopter hochauflösende Panoramaaufnahmen angefertigt.

 

Das verformungsgetreue Aufmaß und die Fotodokumentation dienen zunächst als Grundlage für die genaue Schadenskartierung und Massenberechnung, anhand derer Art und Umfang der Instandsetzungsmaßnahmen ermittelt werden. Die 360°-Panorama-Aufnahmen könnten aber später zudem für die virtuelle Erkundung des Museumsgeländes aus der Luft eingesetzt werden.

Foto zur Meldung: Großer Bohrturm dreidimensional gescant
Foto: UAV-Befliegung des großen Bohrturms (Foto: St. Lütgert)

Neues Ausstellungselement in Geoabteilung

(22.07.2015)

Bereits seit 2012 gibt es Überlegungen zur Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Dauerausstellung im Deutschen Erdölmuseum. Diese soll mit Hilfe interaktiver Medien
aktueller, informativer und erlebnisorientierter werden. Neben Naturwissenschaft und Technik sollen zudem mehr wirtschafts- und sozialgeschichtliche Aspekte beleuchtet werden. Zudem möchte sich das Museum mehr als bisher als außerschulischer Lernort positionieren.

 

Als Auftaktsignal wird nun endlich ein seit längerem geplantes neues Ausstellungselement in der Geoabteilung realisiert. Anhand von originalen Bohrkernen werden dem Besucher vier
wichtige Erdgas- und Erdöllagerstätten in Deutschland vorgestellt. Zu sehen sind jeweils das Muttergestein, in welchem die Kohlenwasserstoffe abgelagert wurden, das Speichergestein, aus dem gefördert wird und das Deckgestein, das ein Aufsteigen an die Erdoberfläche
verhindert.

 

Die Realisierung wurde möglich gemacht durch die finanzielle und sachliche Unterstützung der Erdöl- und Erdgasunternehmen DEA, Mobil Erdgas-Erdöl, GDF SUEZ E&P und die Wintershall Holding.

Foto zur Meldung: Neues Ausstellungselement in Geoabteilung
Foto: Originale Bohrkerne veranschaulichen wichtige Lagerstätten (Foto: St. Lütgert)

Pflege- und Instandsetzungsarbeiten auf dem Freigelände

(16.06.2015)

Im Deutschen Erdölmuseum Wietze ist derzeit einiges in Bewegung.

 

Bereits im März wurde auf dem Museumsgelände der Pflanzenaufwuchs gelichtet, welcher für den Erhalt der zahlreichen industriegeschichtlichen Außenexponate sehr nachteilig war.

 

Mit der Unterstützung der Wintershall Holding GmbH konnten nun auch die vier in luftiger Höhe angebrachten Werbebanner an dem 54 Meter hohen Bohrturm des Museums – dem Wahrzeichen von Wietze – vollständig erneuert werden. Diese waren bei einem Sturmereignis im Herbst letzten Jahres stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die neuen Banner sind nun aus einem luftdurchlässigen, halb durchsichtigen Material gefertigt, das die Windlast reduziert und die Struktur des Bohrgerüstes erkennen lässt. Sie weisen dem Besucher nun wieder schon von Ferne den Weg ins Museum.

 

Auf dem Museumsareal besteht schon seit Jahren ein erheblicher Pflegebedarf. Als erste wichtige Pflegemaßnahme konnte jetzt eine komplette Erneuerung der Besucherwege realisiert werden. Parallel dazu fanden Aufräumarbeiten statt. Die auf dem Gelände über viele Monate auf Holzpaletten zwischengelagerten Exponate aus dem im vergangenen Jahr abgerissenen Depot auf dem DEA-Bohrbetrieb werden künftig in Nienhagen eingelagert.

 

Die ersten Restaurierungsmaßnahmen an den ungeschützt der Witterung ausgesetzten Außenexponaten haben inzwischen ebenfalls begonnen. Im Rahmen der ersten Kampagne konnten ein Förderturm, zwei Aufwältigungswinden, eine Raupenwinde und ein Pumpenantrieb durch die Metallrestauratoren von TriKonBerlin gereinigt und konserviert werden.

 

Foto zur Meldung: Pflege- und Instandsetzungsarbeiten auf dem Freigelände
Foto: Restaurierungsmaßnahmen an einer Aufwältigungswinde (Foto: St. Lütgert)

Classic Cadillac Club Deutschland zu Besuch

(06.05.2015)

Der Classic Cadillac Club Deutschland trifft sich jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt. In diesem Jahr reisen die Mitglieder aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland in den Landkreis Celle. Dem Vorsitzenden Klaus Zipp ist es gelungen mehr als 40 amerikanische Luxusyachten in unsere Stadt zu bekommen.

 

Cadillac baut seit 1902 ausschließlich Luxusautos und die Modelle stehen als Synonym für die schönsten und größten Straßenkreuzer aller Zeiten. Als Erfinder der Heckflosse hat Cadillac besonders schöne Modelle in den 50er und 60er Jahren geschaffen, die heute zu sehr begehrten Raritäten zählen.

 

Wer damals Cadillac fuhr, war ganz oben angekommen. Und so ließen sich die amerikanischen Stars wie Frank Sinatra, Marilyn Monroe und Elvis Presley aber auch Marlene Dietrich und Al Capone im Cadillac chauffieren und auch das verleiht dieser Marke ein unvergleichliches Flair.

 

Insgesamt vier Tage werden die Cadillacs im Landkreis Celle und Heidekreis unterwegs und zu sehen sein. Nach einer Präsentation am 16. Mai vor dem Celler Schloss geht es weiter ins Erdölmuseum Wietze. Über vierzig Cadillacs werden am Samstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr im Erdölmuseum zu bestaunen sein. Darunter so seltene Fahrzeuge wie ein Serie 75 Convertible von 1938, ein Eldorado Brougham von 1957 oder ein Seville Opera Convertible von 1979.

Natürlich werden auch aktuelle Modelle dabei sein, wie zum Beispiel der Escalade oder ein CTS-V, der eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h erreicht.

 

Das ist eine einmalige Gelegenheit, die wunderschönen Design-Klassiker aus neun Jahrzehnten zu bestaunen und kennen zu lernen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit mit den Besitzern zu sprechen und vielleicht erlaubt auch einer von ihnen einmal ein Probesitzen. Der Classic Cadillac Club Deutschland freut sich über viele Besucher und empfiehlt, den Fotoapparat nicht zu vergessen.

Foto zur Meldung: Classic Cadillac Club Deutschland zu Besuch
Foto: Vintage-Look im Erdölmuseum (Foto: St. Lütgert)

Neuer Museumsleiter

(15.01.2015)

Dr. Stephan A. Lütgert heißt der neue Leiter des Deutschen Erdölmuseums in Wietze und Geschäftsführer des Museumsverbundes im Landkreis Celle. Der 46-jährige gebürtige Düsseldorfer ist Nachfolger von Dr. Martin Salesch, der nach neun Jahren eine neue Stelle in Brandenburg angetreten hat.

 

Lütgert ist Mittelalterarchäologe und promovierter Geograph und hat zuletzt als Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft in Berlin gearbeitet. Davor war er viele Jahre in Niedersachsen tätig, als kommunaler Koordinator des Projektes „Schöninger Speere“ im Helmstedter Braunkohlenrevier, Geschäftsführer des gleichnamigen Fördervereins und schließlich als fachlicher Leiter des Stadtmuseums in Hildesheim.

 

Im Rahmen seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten hat sich der neue Museumsleiter nicht nur mit Fragen der Museumskonzeption, sondern auch mit Kulturlandschafts­entwicklung, der Konversion von Industrielandschaften, Kultur- und Geotourismus sowie dem Strukturwandel im ländlichen Raum beschäftigt. In diesem Zusammenhang spielte auch das Thema „Neue Energien“ eine Rolle.

Foto zur Meldung: Neuer Museumsleiter
Foto: Neuer Museumsleiter

ZDF: Abenteuer Forschung am 22.10.2013

(20.09.2013)

Am 20.09.2013 drehte ein Filmteam des ZDF Szenen für die Sendung "Abenteuer Forschung". Im Mittelpunkt der Film-Dokumentation steht der amerikanische Geologe M. King Hubbert, der in den 1950er Jahren den Begriff des "oil peak" geprägt hat. Auf dem Gelände des Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseums Wietze wurden einige Spielsznenen mit Exponaten aus Hubberts Zeit nachgestellt.

Zu sehen ist die Sendung am 22.10.2013.

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Foto: ZDF: Abenteuer Forschung am 22.10.2013

Wigald Boning im Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum

(31.08.2013)

Am 31.08.2013 drehte ein Filmteam des NDR im Deutschen Erdöl- und Edgasmuseum für das Fernsehmagazin DAS. Wigald Boning und Roberto Di Gioia interpretierten ihren Song über die Stadt Celle auch auf dem Museumsgelände in Wietze.

Foto zur Meldung: Wigald Boning im Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum
Foto: Wigald Boning im Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum

Neues Objekt im Freigelände aufgestellt

(15.01.2013)

Am 15.01.2013 lieferte ein Schwerlaster ein neues Objekt im Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum ab. Es handelt sich um ein 25 m langes Richtbohrgerät (Turbolift), der dem Museum von der Firma Baker Hughes INTEQ GmbH als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wird. Die Firma Ferdinand Koller & Sohn GmbH & Co KG half bei der Aufarbeitung und Aufstellung des Objektes. Im Vorfeld waren Fundament gegossen und Stützen angefertigt worden.

 

Das Richtbohrgerät ist optisch sehr eindrucksvoll. Es ist ein Beispiel für die ständig verbesserte Technologie in der Erdöl-/Erdgasindustrie und ein Hinweis auf den führenden Standort Celle.

Nachts im Museum 2

(08.12.2012)

Das Filmteam um Maik Bruns dreht auch am 8.12.2012 wieder auf dem Freigelände des Museums. Schnee und klirrende Kälte konnter der Crew aber nichts anhaben.

Delegation aus der Mongolei im DEW

(04.12.2012)

Vom 5. bis zum 7.12. wird eine mongolische Delagtion das Deutsche Erdöl- und Erdgasmuseum Wietze besuchen. Neben einer Führung durch das Museum stehen Betriebsbesichtigungen im RWE-Dea Labor Wietze, auf dem Bohrplatz der RWE-Dea in Bleckmar sowie bei Baker Hughes in Celle auf dem Programm.

Nachts im Museum - Spielfilm wird im DEW gedreht

(01.12.2012)

Der Spielfilm "Total Eclipse - The days are dark" wird zum Teil auf dem Freigelände des Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseums gedreht. Der Film spielt in einer apokalyptischen Zeit, in der die Sonne erloschen ist. Deshalb werden die Filmaufnahmen nachts im Deutschen Erdöl- und Erdgasmuseum durchgeführt. Eine besondere Herausforderung für das Kamerateam und die Beleuchtung.

Foto zur Meldung: Nachts im Museum - Spielfilm wird im DEW gedreht
Foto: Nachts im Museum - Spielfilm wird im DEW gedreht

Museumsleiter aus Russland und der Ukraine in Wietze

(24.11.2012)

Am 30.10.2012 besuchten 16 Museumsleiter aus der Russischen Föderation und aus der Ukraine das Deutsche Erdöl- und Erdgasmuseum in Wietze. Direktor Dr. Martin Salesch führte sie durch das Museum und diskutierte mit ihnen Möglichkeiten, wie Technikmuseen einen Beitrag dazu leisten können, junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Die Diskussion war im Hinblick auf das in Wietze geplante Geo-Labor sehr anregend. Zudem konnte das Deutsche Erdöl- und Erdgasmuseum neue internationale Kontakte knüpfen.

Treffen der Europäischen Erdölmuseen in Wietze

(04.11.2012)

Vom 30. August bis zum 1. September 2012 trafen sich die Europäischen Erdölmuseen in Wietze. Seit 2003 werden jährliche Treffen durchgeführt, um den Kontakt der Museen zu intensivieren und sich in fachlichen Fragen auszutauschen. Insgesamt gibt es in Europa zehn nationale Museen, die sich speziell mit der Erdöl- und Erdgasproduktion beschäftigen. Neben dem Deutschen Erdölmuseum Wietze waren in diesem Jahr das schottische, norwegische, schwedische, polnische und ungarische Erdölmuseum anwesend. Aus Deutschland kamen zudem Vertreter aus den Erdölmuseen in Osterwald (Emsland), Spechtshorn (Landkreis Celle) und Reinkenhagen (Vorpommern).

 

Im Mittelpunkt des Treffens der Europäischen Erdölmuseen standen Berichte und Diskussionen der aktuellen Projekte und Entwicklungen. Hierzu gehörten der Aufbau eines gemeinsamen Marketings, der Austausch von Informationen und Ausstellungen sowie die Einrichtung einer europaweiten Erdöl-/Erdgasroute. Es war aber auch ein Besichtigungsprogramm vorgesehen, dass die Teilnehmer zum Labor der RWE Dea in Wietze, dem Firmenstandort Baker Hughes in Celle und dem Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar führte.

 

Am 30. August wurden die Teilnehmer vom Ersten Kreisrat Matthias Krüger und dem Wietzer Bürgermeister Wolfgang Klußmann begrüßt. Museumsdirektor Martin Salesch, der auch Vorsitzender des Netzwerkes der Europäischen Erdölmuseen ist, freut sich auf das gute Gelingen des Treffens: „Im Jahr 2003 waren die Europäischen Erdölmuseen schon einmal in Wietze. Es ist schön den Kollegen zeigen zu können, was sich seither im Museum getan hat und was wir für die nächste Zukunft planen. Ich habe über das Geo-Labor berichten, das wir noch in diesem Jahr realisieren wollen. Der Ausbau des museumspädagogischen Angebots ist für alle Europäischen Erdölmuseen ein wichtiges Thema.“

 

Das nächste Treffen soll in Rumänien stattfinden.

Internationale Studentenkonferenz der GS-SPE in Wietze

(04.11.2012)

Die Deutsche Sektion der Society of Petroleum Engineers und die Student Chapter der TU Clausthal und der TU Bergakademie Freiberg veranstalteten am 18. und 19. Oktober 2012 zum siebten Mal eine internationale Studentenkonferenz im Deutschen Erdölmuseum Wietze.

 

Dieses Jahr berichteten 15 Studenten und Doktoranden von neuen Entwicklungen aus der Öl- und Gasindustrie. Zusätzlich gab es 16 Posterpräsentationen. Die Studenten kamen von

Universitäten aus Deutschland, Norwegen, Polen, Österreich, Dänemark und Rumänien. Die Konferenz gab Studierenden vor dem Hauptdiplom bzw. Master. die Möglichkeit, sich mit

Vorträgen aus dem Bereich des Petroleum Engineering im Kreis ihrer zukünftigen Kolleginnen und Kollegen aus der Industrie vorzustellen.

Insgesamt nahmen ca. 70 studentischen Teilnehmer, 4 Hochschullehrer und mehr als 20 Beobachtern von den Erdöl-, Erdgas- und Servicefirmen an der Konferenz teil.

 

Ziel der deutschen SPE Sektion ist die Förderung der universitären Ausbildung, der wissenschaftlichen Forschung, des technischen Fortschritts, der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren auf dem Gebiet der Erdöl- und Erdgaswissenschaften. Und dieses Ziel wird erreicht durch die Ausrichtung regelmäßiger Zusammenkünfte von Mitgliedern und interessierten Gästen in Form von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen über Themen aus diesem Bereich sowie die Förderung hervorragender studentischer Leistungen im Rahmen des Scholarship Programms.

 

Die deutsche Sektion der SPE hat ihren Sitz in Celle und ist eine von 145 regionalen Sektionen in 54 Ländern. Die beiden deutschen Student Chapters an der Technischen Universität Claustahl und der TU Bergakademie Freiberg sind zwei der 82 Student Chapters, die in 30 Ländern angesiedelt sind. Die deutsche Sektion hat inzwischen etwa 400 Mitglieder, die sich in die Reihe der weltweit mehr als 100.000 SPE Mitglieder einreihen. Auch wenn die deutsche SPE Sektion nicht zu den größten Sektionen zählt, ist sie doch eine der eifrigsten Sektionen mit sehr engagierten Mitgliedern. Sie wurde in diesem Jahr als „most innovative section“ von der SPE preisgekrönt.


Veranstaltungen

23.10.​2019
19:00 Uhr
Abendvortrag: Das Hänigser Teerkuhlenmuseum
Zeugnis für fast 500 Jahre Erdölgewinnung am Rande des Gifhorner Troges. Referent: Dr. Thomas ... [mehr]
 
20.11.​2019
19:00 Uhr
Abendvortrag: Bergbau unterm Hakenkreuz
Zur Geschichte des Oberbergamtes in der Zeit des Nationalsozialismus. Referent: Stefan Wittke [mehr]
 
 

Fotoalben


Fotoalbum Ölfieber
Ölfieber
25.06.2018
Fotoalbum Treffen des Classic Cadillac Club am 16.05.2015
Treffen des Classic Cadillac Club am 16.05.2015
18.05.2015
 
Fotoalbum Bilder aus dem Deutschen Erdölmuseum Wietze
Bilder aus dem Deutschen Erdölmuseum Wietze
16.11.2012